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Stand: 3.8.2005

Studienrichtung Stahlbau und Gestaltungstechnik
im Rahmen des Bauingenieurstudiums
(Achtung: nur für Studienbeginner bis 2004!)

Studienplan des Studiengangs Bauingenieurwesen zum herunterladen

Studien- und Prüfungsordnung zum herunterladen

Seit dem Jahr 2002 wird die Studienrichtung "Stahlbau und Gestaltungstechnik" (STG) im Rahmen des Studienganges Bauingenieurwesen angeboten. Diese Studienmöglichkeit, mit der ein neues Kapitel in der 46-jährigen Geschichte des Stahlbaus an der Fachhochschule München aufgeschlagen wurde, ist für jeden von Interesse, der eine aktuelle und praxisorientierte Ausbildung im Bereich des Stahlbaus sucht. Die Studienrichtung STG ersetzt den bisherigen Studiengang Stahlbau, der nicht mehr angeboten werden wird.

Das Studium beginnt mit dem zweisemestrigen, neu gestalteten Grundstudium (insgesamt 61 Semesterwochenstunden), das alle angehenden Bauingenieure gemeinsam absolvieren. Neben den klassischen Grundlagenfächern wurde besonders die Bauinformatik-Komponente verstärkt.

Zu Beginn des 2. Semesters entscheiden sich die Studierenden für eine der drei angebotenen Studienrichtungen "Allgemeiner Ingenieurbau", "Bauproduktionsplanung und -steuerung" oder eben "Stahlbau und Gestaltungstechnik" (STG). Jede dieser Vertiefungsrichtungen bietet interessante Möglichkeiten. Im folgenden wird über STG berichtet.

Das aus fünf Studiensemestern und einem Praxissemester bestehende Hauptstudium STG beginnt mit dem 3. Semester. Insgesamt werden von den 125 Semesterwochenstunden des Hauptstudiums ca. 80 Semesterwochenstunden einen rein stahlbaulichen Hintergrund haben.

Es ist das Konzept der neuen Studienrichtung STG, neben einer breiten praxisorientierten Grundausbildung in den Fächern des konstruktiven Ingenieurbaus, die auch für die Anerkennung der Bauvorlageberechtigung notwendig sind, die stahlbauspezifischen Anforderungen besonders intensiv zu berücksichtigen. "Stahlbau" bedeutet auch Bauen mit Leichtkonstruktionen; die rechnerische und konstruktive Beherrschung der komplexesten Stabilitätsfälle gehört - anders als bei den Massivbauweisen - zum Arbeitsalltag. Dazu sind sehr gute mechanische bzw. baustatische Kenntnisse erforderlich, die praxisnah gelehrt werden. Die Vermittlung vertiefter Kenntnisse des Werkstoffs Stahl gehört, besonders im Hinblick auf das Schweißen, ebenso zum Ausbildungsplan. Durch Zusammenarbeit mit der SLV München werden die Studierenden parallel zum Studium optional auch die Ausbildung zum Schweißfachingenieur durchlaufen können, eine Qualifikation, die auf dem Arbeitsmarkt besonders nachgefragt ist.

Der gestiegenen Bedeutung folgend werden einige Vorlesungsthemen zu eigenen Studienfächern aufgewertet, z.B.

  • "Brandschutz im Stahlbau"
  • "Verbundbau"
  • "Baurecht".
  • Brandneu sind die Studienfächer

  • "Baudynamik"
  • "Sanierung historischer Stahlbauwerke"
  • "Metall- und Leichtbau" und
  • "Fassadentechnik und Glasbau".
  • Diese letztgenannten Fächer stehen besonders für den neuen Namensteil "Gestaltungstechnik". Die konstruktive und gestalterische Seite im Studium wird verstärkt werden, dafür steht z.B. auch die interdisziplinäre Projektarbeit, die jeder Stahlbauer zusammen mit ArchitekturstudentInnen anfertigen wird. Der Begriff "Gestaltungstechnik" steht für ein zukunftsorientiertes Ausbildungsziel; der kreative, gestalterisch-konstruktiv aktive, technisch und wirtschaftlich kompetent handelnde Stahlbauingenieur ist das Leitbild.

    Fünf Stahlbau-Professoren mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunkten von der Konstruktion über die Berechnung bis hin zur Bauausführung gewährleisten eine breite Ausbildung in allen wichtigen stahlbaulichen Teildisziplinen vom Stahlhochbau über den Stahlbrückenbau, den Behälter- und Rohrleitungsbau, den Kranbau, den Stahlwasserbau bis zum Glasbau. Außerdem steht für die praktischen Übungen und auch für laufende Forschungsvorhaben aus dem Bereich des Stahl- und Glasbaus das von Prof. Dr.-Ing. Ö. Bucak geleitete Labor für Stahl- und Leichtmetallbau mit einer eigenen Werkhalle zur Verfügung. Das Labor ist vom bayerischen Innenministerium als Prüfstelle anerkannt worden.

    Die Einsatzgebiete der zukünftigen STG-Absolventen, die die Hochschule als Dipl.-Ing.(FH) verlassen werden, liegen nicht nur im klassischen Stahlbau, sondern auch im Anlagenbau und in den benachbarten Ingenieurdisziplinen des Maschinenbaus und der Fahrzeugtechnik. Die beruflichen Aussichten der zukünftigen Stahlbauer werden vermutlich sehr gut sein, da selbst bei der derzeitigen Wirtschaftslage die zur Verfügung stehenden Stahlbau-Absolventen den Bedarf an Arbeitskräften mit dieser Qualifikation nicht decken können.

    Am Stahlbau interessierte Bewerber sind eingeladen, sich in den neuen Studiengang Bauingenieurwesen der FH München einzuschreiben. Die Entscheidung für die Studienrichtung Stahlbau und Gestaltungstechnik kann erst nach Studienbeginn getroffen werden. Die Einschreibung ist von Anfang Mai bis Mitte Juni möglich.

    Weitere Informationen z.B. über die Zulassungsvoraussetzungen erhalten Sie im Internet unter www.stahlbaustudium.de und unter www.fh-muenchen.de oder per E-Mail seesselberg@stahlbaustudium.de oder Telefon 089 / 1265 2696.

    Weitere Informationen über STG:

    Die Inhalte des Grundstudiums und der Studienrichtung "Stahlbau und Gestaltungstechnik" können sie hier einsehen.

    Einen Bericht der Zeitschrift Metallbau (Heft 6, 2002) über "Stahlbau und Gestaltungstechnik" können sie hier herunterladen. Dieser Bericht enthält auch Interviews mit Studenten und Absolventen.

    Die DSTV-Zeitschrift "Stahlbau-Nachrichten" berichtet in ihrer Ausgabe 4/2004 über "Stahlbau und Gestaltungstechnik" (388 kB)


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